VVV-Hinsbeck > Jüüte vertälle

Aus der Chronik 100 Jahre Verkehrs- und Verschönerungsverein:

Über eine weitere, noch heute existierende Gruppe im VVV wurde in dieser Zeit erstmals diskutiert: Der Mundartkreis „Jüüte vertälle“. Schriftführer Willi Settels schrieb hierzu am 24. August 1984 im Protokollbuch: „Herr Weuthen regt an, einen Mundartabend zu inszenieren. Bei einem solchen soll ein Kreis erschlossen werden, der die Mundart weiter pflegt und regelmäßig entsprechende Veranstaltungen abhält.“ Am 4. Januar 1985 war es dann soweit: Unter der Leitung von Hans Kohnen wurde der erste Mundart-Gesprächskreis „Jüüte vertälle“ im Lokal Josten abgehalten.
Dieser Kreis wurde zu einer der erfolgreichsten Gruppen im VVV Hinsbeck. Mit Hans Kohnen hatte man einen Ur-Hinsbecker gefunden, der mit Wissen, Gefühl und Witz die Gruppe leitete. Viel wurde über Hinsbeck, seine Geschichte, seine Sprache, seine „Jüüten“ usw. erzählt, gelacht und für die Zukunft festgehalten. Bis Ende 1996 blieb Hans Kohnen Leiter dieser Gruppe, ca. 110 Gesprächsabende hatte er geleitet. Durch Aktivitäten im Hintergrund und eigene Beiträge zu den Abenden förderte er das Bestehen dieser Gruppe darüber hinaus bis heute. Nach dem Rücktritt von Hans Kohnen leitete Hermann Timmermanns den Gesprächskreis übergangsweise für sieben Abende, bevor im Juli 1996 Gerta Fenkes als neue Gesprächsleiterin gewonnen werden konnte. Bereits im November 1996 wurden Gisela und Heinz Fonken ihre Nachfolger. Beide waren zwar keine geborenen „Jüüten“, doch arbeiteten sie sich schnell ein und führten den Kreis mit viel Geschick bis Ende 1998. Ihnen folgte im Januar 1999 mit Elisabeth Camps wieder eine „Ur-Hinsbeckerin“. Sie konnte durch ihre eigenen Erlebnisse in und um Hinsbeck sowie ihr Wissen um die Zusammenhänge in den Hinsbecker Familien viel zu den Mundartabenden beitragen. Inzwischen wurden über 200 Abende des Gesprächskreises „Jüüte vertälle“ veranstaltet. Noch immer sind dies überwiegend Mundartabende; doch werden heute auch Dia-Reisevorträge, Bildvorträge über die Hinsbecker Geschichte uam. gehalten. Dieses bunte Programm führt bis heute einmal pro Monat zwischen 20 und 40 Menschen zusammen.




Programm der Hänsbäcker Jüüten 2016

 

Für das Jahr 2016 hat die Planungsgruppe des Mundartkreises „Hänsbäcker Jüüte vertälle“ ihr Programm festgesetzt (Änderungen vorbehalten). Leider können einige der Referenten aus Alters- oder Gesundheitsgründen keine Vorträge mehr halten. Daher sucht die Gruppe nach „Nachwuchs“. Hier kann jeder mitmachen, kann sein Interessensgebiet vorstellen, ob in Hochdeutsch oder „Plot“. Anfragen nimmt der Leiter der Gruppe Heinz Koch (Telefon 6401) entgegen.

 

Das Programm 2016 beginnt am 5. Januar mit einem PC-Vortrag von Jan Fortuin über seine „Reise nach Rom“. Es folgt am 2. Februar Artur Bomke mit dem Dia-Vortrag „Blühende Niederlande“. Am 1. März ist der katholische Kindergarten, Oirlicher Straße 8a, Treffpunkt. Hier wird uns die Leiterin Ulrike Russmann durch den Kindergarten führen. Anschließend zeigt Ralf Hendrix einen PC-Vortrag über „75 Joar Kengerjaart en Hänsbäk“.

 

Der Vortrag am 5. April behandelt „De Jolfplaats Haus Bey“. Zunächst berichtet Heinz Koch über die Geschichte des Hauses, dann wird Bernd Paessens eine etwa einstündige DiaShow zur heutigen Anlage zeigen. Am 3. Mai heißt es „Wör vaare druut... no et Museum de Locht be Meldersloh en Holland“. Abfahrt ist um 12 Uhr, gegen 18 Uhr sind wir wieder in Hinsbeck. Hier ist aus organisatorischen Gründen eine vorherige Anmeldung beim Leiter des Gesprächskreises Heinz Koch (Tel. 02153-6401) notwendig.

 

Ein Jubiläum kann der Mundartkreis im Juni feiern: Man trifft sich zum 350. Mal. Da wir um 18:30 Uhr mit einer „Meis en Hänsbäker Plot en os Kirk St. Peter“ beginnen möchten, muss die Veranstaltung auf Donnerstag, 2. Juni verlegt werden. Anschließend wollen wir uns irgendwo zu einem kleinen Essen treffen, bei dem uns Bernd Paessens mit einem „Hänsbäk-Quiz“ prüfen wird. Hierzu sind alle Interessierten herzlich eingeladen, es ist jedoch eine vorherige Anmeldung beim Leiter Heinz Koch notwendig.

 

Am 5. Juli heißt es „Hänsbäker Jüüte sänge on vertälle“, nun unter der Leitung von Manfred Braun. Die Statuen der Hinsbecker Pfarrkirche erläutert Peter Lennackers am 2. August in der Pfarrkirche (Treffpunkt Seiteneingang). Es folgt am 6. September Ralf Hendrix mit einem Vortrag über „Hänsbäker Originale - Dormels Hein“. Den siebten und letzten Teil seiner Serie über „Wirtschafte en Hänsbäk - Kaarschtroat/Jlabik“ zeigt Heinz Koch am 4. Oktober.

 

Im November geht die Gruppe traditionsgemäß auf einem Bauernhof essen. Treffpunkt ist am 8. November um 19 Uhr der Gehnenhof (Petra und Jupp Butschen) im Oirlich 23. Es gibt „Tüüt met Schwortbruet on dön Kruut“ (Panhas mit Schwarzbrot und Rübenkraut). Auch hier sind alle Interessierten herzlich eingeladen, es ist aber wiederum eine vorherige Anmeldung beim Leiter Heinz Koch notwendig. Abschluss des Jahres ist wie immer der „Kloasoavent“ am 6. Dezember.

 

Die Veranstaltungen finden (mit wenigen Ausnahmen) am ersten Dienstag des Monats um 20 Uhr im Parkstübchen an der Parkstraße in Nettetal-Hinsbeck statt. Bitte die Ausnahmen im März, im Juni, im August und im November beachten. Bei allen Veranstaltungen ist der Eintritt frei. Eingeladen sind alle Interessierten, auch nur für ausgesuchte Veranstaltungen. Die Gruppe ist keine Vereinigung, es nehmen immer wieder andere Personen an den einzelnen Abenden teil.

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