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11. Juni 2014
Archäologische Funde "von Erde befreit"
Nettetal: Archäologische Funde
Ralf Hendrix (li.) und Heinz Koch (re.) bewundern mit Tina Hellmich und Peter Beyen einige Ausstellungsstücke.FOTO: Busch
Nettetal. Im Parkstübchen zeigt der VVV Hinsbeck noch bis zum 4. Juli eine Ausstellung mit Teilen der Regionalgeschichte. Von Heinz Koch

Das Tal der Nette war schon sehr früh besiedelt. Es gibt zahlreiche Hinweise und auch Funde aus vergangenen Jahrzehnten. Wissenschaftler wie Prof. Steger aus Lobberich haben sich mit der Frühgeschichte der Region intensiv befasst. Viele archäologische Funde wurden gesichtet und den Fachleuten der Bodendenkmalpflege übertragen. In Hinsbeck gibt es jetzt Gelegenheit, archäologische Fundstücke aus sechs Jahrtausenden zu betrachten. Im Parkstübchen öffnete über Pfingsten eine Ausstellung, die noch bis zum 4. Juli besucht werden kann.

"Von der Erde befreit - Archäologische Funde in Hinsbeck" ist der Titel der kleinen Ausstellung. In vier Vitrinen zeigen die Organisatoren vom Verkehrs- und Verschönerungsverein (VVV), was in Hinsbeck und Umgebung irgendwann zu Tage gefördert wurde. Schautafeln erläutern interessierten Besuchern, um was es sich konkret handelt.

Als Vorsitzender des VVV Hinsbeck begrüßte Peter Beyen zur Eröffnung einige Gäste. Ralf Hendrix erläuterte, warum er mit Heinz Koch die Ausstellung vorbereitet hatte. Den Ausschlag gaben Ausgrabungen in und an der Pfarrkirche St. Peter in den Jahren 1964 und 1973 sowie 1992/93 an Haus Bey. Damals entdeckten Experten im Boden Fundstücke, die auf verschiedene Epochen hinweisen. Die Ausstellung will diese zunächst einmal nicht zusammenhängenden Teile und ihre historische Einordnung in Bezug zu Hinsbeck bringen und dokumentieren.

In die Ausstellung führte Tina Hellwich ein. Sie ist freie Mitarbeiterin bei verschiedenen Ausgrabungen in der Region. Sie erläuterte unter anderem die Art und Weise, wie heute Ausgrabungen ausgeführt werden und welche Bedeutung Fundstücke für die Forschung haben. Sie sei überzeugt, dass sich in vielen Hinsbecker Haushalten noch alte "Schätzchen" befänden - häufig wahrscheinlich in der Bedeutung für die Fachwelt unterschätzt. Sie appellierte an Bürger, Funde den Fachleuten der Bodendenkmalpflege im Landschaftsverband Rheinland (LVR) in Xanten anzuzeigen.

In drei Vitrinen präsentiert die Ausstellung etwa 30 Fundstücke, die von der Steinzeit über die Römerzeit und das Mittelalter bis zur Neuzeit reichen. Schautafeln erläutern die Herstellung und frühere Verwendung von Fundstücken sowie ihre zeitliche Einordnung. Die vierte Vitrine enthält Münzen aus den Jahren 1755 bis 1850, die schon vor vielen Jahren im Raum Hinsbeck gefunden wurden. Sie zeigt außerdem die alte Kirche, die 1868 abgebrochen und durch einen Neubau ersetzt wurde. Hinzu kommen Bilder und Zeichnungen der Ausgrabungen an der Kirche aus den Jahren 1964 und 1973.

Die Ausstellung an der Parkstraße ist weiterhin bis zum 4. Juli täglich von 14 bis 17 Uhr zu besichtigen, montags und dienstags ist geschlossen. Darüber hinaus findet am Sonntag, 15. Juni, von 14 bis 17 Uhr eine Cafeteria im Parkstübchen statt. Kaffee und Kuchen sind für Gäste frei, Spenden sollen dazu dienen, das Dorfmuseum des VVV Hinsbeck zu unterstützen.

Quelle: RP-Online
Archäologische Funde
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